Klassische Planungsregeln verfolgen meist ein einzelnes Ziel:Vorwärtsplanung nach Termin, Rückwärtsplanung zur Kapazitätsglättung oder Minimierung von Rüstzeiten.In der Realität stehen jedoch mehrere – teils konkurrierende – Zielgrößen gleichzeitig im Fokus:

  • Termintreue
  • Bestandsreduktion
  • Rüstoptimierung
  • Kostenminimierung
  • Energieeffizienz

Die MCP-Gewichtungsregel erweitert Opcenter APS um eine strategische Steuerungslogik.Sie legen bei jedem Planungslauf fest, welche Zielgrößen Priorität haben – und in welcher Gewichtung.Abhängig vom Planungshorizont kann kurzfristig maximale Auslastung erreicht werden, während mittel- und langfristig termingerechte Einplanung ohne unnötige Kapitalbindung erfolgt.Das Ergebnis ist ein schneller, restriktionskonformer Planungslauf mit klar definierter wirtschaftlicher Zielsetzung.

Zu den wichtigsten Gewichtungskriterien zählen:

Von Nachfrageprognose bis Distribution ermöglicht Sunstice eine integrierte Steuerung der Lebensmittel-Supply-Chain und schafft messbare wirtschaftliche Wirkung entlang aller Planungsebenen.


Termintreue/ Schlupfzeit

Aufträge werden entsprechend ihrer Dringlichkeit priorisiert. Die Gewichtung steuert, wie stark Liefertermine gegenüber anderen Zielgrößen berücksichtigt werden.

Rüst- und Reinigungszeiten

Rüst- und Reinigungsmatrizen werden gezielt in die Reihenfolgeplanung einbezogen, um Umrüstaufwand zu reduzieren und Anlagen effizienter auszulasten.

Durchlaufzeiten

Liegezeiten zwischen Arbeitsschritten werden minimiert, um WIP zu reduzieren und Kapitalbindung zu senken.

Kosten

Maschinen- und Ressourcenkosten fließen in die Entscheidungslogik ein, sodass wirtschaftlich optimale Alternativen bevorzugt werden.

Energiekosten

Bei Integration von Energiedaten können energieintensive Prozesse in kostengünstigere Zeitfenster verlagert werden – für aktives Peakshifting und reduzierte Energiekosten.

Screenshot OpcenterAPS Gewichtungsregel

So funktioniert die MCP-Gewichtungsregel in der Praxis

Die MCP-Gewichtungsregel arbeitet als übergeordnete Priorisierungslogik innerhalb von Opcenter APS.Jede relevante Zielgröße erhält eine definierte Gewichtung. Der Algorithmus bewertet während des Planungslaufs kontinuierlich, welche Reihenfolge und Ressourcenzuordnung die bestmögliche Gesamterfüllung dieser Zielgrößen ermöglicht.Dabei werden sämtliche Restriktionen – Maschinen, Personal, Material, Werkzeuge und Energie – vollständig berücksichtigt. Die Besonderheit liegt nicht in der isolierten Optimierung einzelner Kennzahlen, sondern in der gezielten Balance konkurrierender Ziele. Beispiele für den praktischen Einsatz:
    1. Kurzfristige Fokussierung auf maximale Termintreue bei hohem Auftragsdruck
    2. Erhöhte Gewichtung von Rüstoptimierung zur Stabilisierung der Produktion
    3. Reduktion von Durchlaufzeiten zur Senkung des Working Capital
    4. Kostenorientierte Anlagenwahl bei alternativen Ressourcen
    5. Energiepreisabhängige Produktionsverschiebung
    6. Strategische Kombination mehrerer Zielgrößen je nach Geschäftssituation
 Durch definierte Profile kann schnell zwischen unterschiedlichen Planungsszenarien gewechselt und deren Auswirkungen transparent verglichen werden.So wird aus der Produktionsplanung ein aktives Steuerungsinstrument – flexibel, wirtschaftlich ausgerichtet und strategisch einsetzbar.

Nutzen Sie Ihre Planung als strategischen Hebel

Die MCP-Gewichtungsregel zeigt, welches Potenzial in einer gezielt gesteuerten Produktionsplanung liegt.

In einer strukturierten Potenzialanalyse prüfen wir, welche wirtschaftlichen Effekte in Ihrem konkreten Umfeld realistisch erreichbar sind – abgestimmt auf Ihre Zielgrößen, Restriktionen und Marktanforderungen.

Sie erhalten eine fundierte Einschätzung zu Produktivität, Bestandsentwicklung, Termintreue und Umsetzungsaufwand.

Prüfen Sie Ihr Optimierungspotenzial
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